Konferenz zum Projekt "Gesellschaft Extrem"

Gesellschaft der Extreme? (Foto: P. Stachura, Flickr, http://bit.ly/2u7Zip3, CC BY-ND 2.0)
Gesellschaft der Extreme? (Foto: P. Stachura, Flickr, http://bit.ly/2u7Zip3, CC BY-ND 2.0)

Extreme politische Ansichten haben Konjunktur. Auch in Deutschland radikalisieren sich Positionen auf der rechten und linken Seite des politischen Spektrums sowie im Kontext religiösen Sektierertums. Um der Entwicklung zu einer „Gesellschaft der Extreme“ vorzubeugen und liberale Werte und Institutionen zu stärken, müssen die Mechanismen individueller und kollektiver Radikalisierung verstanden werden; neben der Verhinderung und Verfolgung von Straftaten müssen Anreize zum Ausstieg aus extremistischen Gruppen geboten werden.

Die Konferenz, veranstaltet vom Leibniz-Institut Hessische Stiftung und Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) und der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF), stellt die zentralen Ergebnisse und Handlungsempfehlungen aus dem vom Bundes­ministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt „Gesellschaft Extrem. Radikalisierung und Deradikalisierung in Deutschland“ vor. Ein 24-köpfiges Team von herausragenden Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis hat unter der Leitung der HSFK den Wissensstand zu den folgenden sechs Querschnitts­themen aufgearbeitet und in Handlungsoptionen überführt:

Die Konferenz richtet sich an Expertinnen und Experten aus den Bereichen: Politik, Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltung, Sicherheitsbehörden, Wissenschaft, Medien und Zivilgesellschaft aus den Themenfeldern politische Bildung, Prävention und Deradikalisierung. Zu den sechs Querschnittsthemen werden Workshops und Diskussionen mit den jeweiligen Projektteams angeboten. Ein Roundtable wird sich zudem mit der Frage auseinandersetzen, wieviel Radikalität eine Gesellschaft aushalten muss und wie Prävention sinnvoll gestaltet werden kann.
 

Wann? Mittwoch, 12. September 2018, 9:30 – 17:00 Uhr
Wo? Leibniz-Geschäftsstelle, Konferenzraum (5.OG), Chausseestraße 111, 10115 Berlin

Es wird um Anmeldung per Mail gebeten: info@bundesstiftung-friedensforschung.de

 

Programm

9.30 – 10.00 Uhr Eröffnung und Einführung, mit Beiträgen von:

  • Prof. Dr. Ulrich Schneckener, Vorsitzender der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF)
  • Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft
  • Dr. Michael Meister, Parlamentarischer Staatssekretär Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Prof. Dr. Christopher Daase, Stellvertretendes geschäftsführendes Vorstandsmitglied Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK)


10.00 – 11.00 Uhr Vorstellung der Module: Erster Block

  • Andreas Zick: Radikalisierung von Individuen: Ein Überblick über mögliche Erklärungsansätze
  • Naika Foroutan Brücken-Narrative: Verbindende Elemente für die Radikalisierung von Gruppen
  • Eva Herschinger: Radikalisierung der Gesellschaft? Forschungsperspektiven und Handlungsoptionen
  • Carmen Wunderlich: Moderation


11.00 – 11.30 Uhr Kaffeepause
 

11.30 – 12.30 Uhr Parallele Workshops: Erster Block

  • Workshop 1: Radikalisierung von Individuen: Ein Überblick über mögliche Erklärungsansätze
  • Fabian Srowig, Viktoria Roth, Daniela Pisoiu, Katharina Seewald, Andreas Zick
  • Moderation: Carmen Wunderlich
     
  • Workshop 2: Brücken-Narrative: Verbindende Elemente für die Radikalisierung von Gruppen
  • David Meiering, Aziz Dziri, Naika Foroutan, Simon Teune, Esther Lehnert, Marwan Abou-Taam
  • Moderation: Julian Junk
     
  • Workshop 3: Radikalisierung der Gesellschaft? Forschungsperspektiven und Handlungsoptionen
  • Eva Herschinger, Kemal Bozay, Oliver Decker, Magdalena von Drachenfels, Christian Joppke
  • Moderation: Eva Herschinger
     

12.35 – 13.35 Uhr Roundtable: Wieviel Radikalität muss eine Gesellschaft aushalten?

13.35 – 14.30 Uhr Mittagspause
 

14.30 – 15.45 Uhr Vorstellung der Module: Zweiter Block und kurzes Schlusswort

  • Thomas Mücke: Herausforderung Deradikalisierung: Einsichten aus Wissenschaft und Praxis
  • Peter Neumann: Die Rolle des Internets und sozialer Medien für Radikalisierung und Deradikalisierung
  • Andreas Armborst: Evaluation in der Radikalisierungsprävention: Ansätze und Kontroversen
  • Julian Junk: Moderation und Schlusswort
     

15.45 – 16.00 Uhr Kaffeepause
 

16.00 – 17.00 Uhr Parallele Workshops: Zweiter Block

  • Workshop 4: Herausforderung Deradikalisierung: Einsichten aus Wissenschaft und Praxis
  • Judy Korn, Thomas Mücke, Till Baaken, Tore Bjørgo, Michael Kiefer, Maximilian Ruf, Dennis Walkenhorst
  • Moderation: Carmen Wunderlich
     
  • Workshop 5: Die Rolle des Internets und sozialer Medien für Radikalisierung und Deradikalisierung
  • Peter Neumann
  • Moderation: Julian Junk
     
  • Workshop 6: Evaluation in der Radikalisierungsprävention: Ansätze und Kontroversen
  • Andreas Armborst, Janusz Biene, Marc Coester, Frank Greuel, Björn Milbradt, Inga Nehlsen
  • Moderation: Magdalena von Drachenfels
     

17.00 – 18.00 Uhr Ausklang bei Häppchen